Erinnerungen an den letzten Sonnenschein

Hier nun geht die Erzählung wie versprochen weiter.

Auch am darauffolgenden Tag sollte die Sonne, bevor sie für lange Zeit verschwand, noch einmal ausgiebigst für uns leuchten und uns ein fantastisches Schattenspiel bescheren. Es war klar, dass es mich wieder hinaus in die Natur zog, ich wollte dieses Mal aber nicht so lange mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, um mir auch ja keinen einzigen kostbaren Lichtstrahl entgehen zu lassen. Deshalb machte ich mich auf nach Pirita, dem Vorort Tallinns, dem ich bis dahin schon einige Male einen Besuch abgestattet hatte (wer sich noch daran erinnert, den allerersten Besuch hatte ich im Beitrag "Durch Wald und Wiesen" geschildert). Diese Gegend hat wirklich etwas Faszinierendes. Man braucht nur einige Minuten mit dem Bus aus der Stadt herauszufahren und all das Gewusel aus Menschen, Türmen, Gassen und noch mehr Menschen hinter sich zu lassen, da steht man auch schon, ehe man es sich versieht, mitten in einem kleinen Wald-Strand-Meer-Fluss-Paradies. Ich war jedoch noch nie bis ganz in den Norden des Vorortes mit seinem breiten Sandstrand und dem Yachthafen, in dem mal vor Jahrzehnten die Olympischen Sommerspiele im Segeln stattgefunden hatten, vorgedrungen. Das wollte ich mir an jenem Tage einmal näher ansehen. Die Bilder, die ihr unten seht, berichten davon. Es gelang mir, die riesige Klosterruine endlich mal bei Sonnenschein zu betrachten, ich sah dem Wind bei seinem Wellenspiel zu und ich konnte immer wieder einen großartigen Blick auf die Silhouette der Stadt werfen. Das Tosen des Meeres, der feine Sand unter meinen Schuhen, der peitschende, frostige Wind in meinem Gesicht, das Licht, das auf meine Augen trifft und ein Feuerwerk an wohltuenden Gedanken entfacht.... was könnte in diesem Augenblick schöner sein?

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